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Aktuelles - was gerade so das Herz und den Kopf bewegt.


Auf dieser Seite soll immer das stehen, das im Moment als aktuell betrachtet wird
Das kann mal dies oder jenes sein.

Donnerstag, 15. September 2005

Die Zeit vergeht so schnell. Da ist jetzt schon wieder die IAA f�r uns gelaufen. Ich hoffe, dass einige die Sendung gesehen haben, denn wir brauchen uns nicht zu sch�men mit dem, was wir in Frankfurt gemacht haben. Ich glaube, dass wir einen Aspekt herausgegriffen haben, der interessant war.

Nun ist die IAA eigentlich nicht meine Lieblingsmesse,da man hier im Grunde auch viel Unsinn ausstellt. Wenn jemand einen alten Porsche immer wieder ins Leben zur�ckholt, der fragt sich nat�rlich, ob all die neu vorgestellten Features �berhaupt irgendeinen Sinn haben. Wenn ich an mein Auto denke - es hat noch kein ABS - aber eine verdammt gute Bremse mit der ich sicherlich gegen die ABS Kandidaten antreten kann. Mein Auto hat auch kein ESP und dennoch glaube ich, dass das Verhalten auf der Strasse ausserordentlich gut ist. Mit dem Auto kann ich Kurven befahren, die einen ESP- gest�tzeten Typen wahrscheinlich -trotz der Elektronik- aufs Kreuz legen w�rden. Manchmal ist eben einfache -gute- Technik besser als komplizierte -schlechte- Technik. Irgenwie bin ich f�r Neuigkeiten auf dem Autosektor v�llig abgestumpft. Alle neuen Entwicklungen habe ich mit Kopfsch�tteln wahrgenommen. Ob da nun der Maybach in seinen Facetten vorgestellt wurde, ob da BMW seine Hydrogene Autos hinstellte - es war eigentlich alles ziemlich unsinnig.

Der Maybach z.B. Es gab da drei Modelle zu begutachten. Zwei geh�ren einem Schweizer, der meistens in Amerika lebt. So viel war herauszubekommen. Das dritte Modell, das eigentlich absolut geil aussah, war der Fulda Maybach. Ein Neubau auf Wunsch der Reifenfirma Fulda, die damals ihr Reifen auf einem Maybach testete. Jetzt will sie es irgendwie wieder tun.

Es ist schon pervers, wenn man dann nach Hause fahren will. Dir tollen Exponate noch im Hinterkopf und dann ab auf die Autobahn. Pl�tzlich relativiert sich alles: Stau. Was h�tten wir jetzt von einem Maybach, einem Lamborghini, einem Maserati oder Ferrari?

Alles Unsinn, alles Gesch�ftemacherei. Das, was man uns einreden m�chte, ist v�llig verzichtbar.

Eigentlich dachte ich, dass das Thema Benzinpreis eine Rolle spielen w�rde - doch das Thema war Tabu. Was soll es schon bedeuten, wenn der Cayenne 20 Liter braucht, wenn der X5 von BMW seine 25 Liter frisst. Mittlerweile kann man sich jedoch nicht mehr auf die Floskel zur�ckbesinnen: 'Ich tanke ja nur f�r 10 Euro". Denn daf�r gibt es nicht mehr viel.

Montag, 5. September 2005

Genau eine Woche ist wieder vergangen. In der Zwischenzeit wurde der Abstecher zur Funkausstellung absolviert. Irgendwie war ich ein wenig entt�uscht �ber die Exponate, wenngleich es einige Supersachen gab.

Vor dem gr��te Fernseher der Welt von Samsung stand ich bestimmt eine Stunde. Das war schon ein Knaller. Vor allem die installierte Soundtechnik war so faszinierend. So einen Gro�bildschirm k�nnte man ja mal irgendwie aufbauen. Aber den Dolby Surround in bester Qualit�t - das heisst schon Ausdauer zeigen.

Jedenfalls war dies ein highlight, was ich noch nie gesehen und noch nie geh�rt habe. Eine Diagonale von 102 Zoll - das sind immerhin 2 Meter 60.

Auch die teuerste Stereoanlage der Welt reizte. Wie kann man 1 Mio Euro in so eine Anlage verbauen? Irgendwie glaube ich es heute noch nicht - doch sehr weit weg waren die Leute von Audio wohl nicht.

Eine Box sollte mal schnell 35.000 Euro kosten - und ich dachte ich h�tte mit meinen Boxen (das St�ck f�r 1000 Mark) in die Zukunft investiert. Der beigestellte Plattenspieler war mit seinen 25.000 Euro geradezu ein Schn�ppchen. Ja - und dann die Verbindungen - hochkar�tig. Die Kabelei soll 30 Prozent einer Anlage ausmachen. Das ist doch schon ein bisschen happig. Wenn wir wirklich von der 1 Mio f�r die Anlage ausgehen, dann w�ren schlappe 300.000 Euro an Kabeln und Steckern zu investieren. Erscheint mir doch ein bisschen viel.

Die �berall posaunierten IFA-Themen, wie HDTV und Gro�bildschirm hatten wir ja schon im Vorfelde abgehandelt. Ich bin wirklich einmal gespannt, wie sich der Abverkauf der Ger�te gestalten wird. Viele tr�umen davon und werden bald von den Kosten aus dem Traum geweckt.

Da werden noch ein paar J�hrchen ins Land ziehen, bis wir so richtig Spa� an der neuen Technik bekommen. Nat�rlich kann man auch heute schon versuchen, den Bildschirm mit HDTV - Signalen zu f�llen.

Doch das ist dann gleich ein Ritt �ber den (Euro) - Bodensee.

Kofler von Premiere hat auf der IFA jetzt seine Vorstellungen vorgestellt. Er will von den Nutzern des HDTV - Signals schlappe 15 Euro pro Kanal zus�tzlich haben. Ist irgenwie happig.

Einmal schl�gt die GEZ zu, dann Premiere, dann z. B. Bundesliga, dann HDTV - ein ganz sch�n teures Vergn�gen.

Auf Dauer werden sich nat�rlich ARD und ZDF nicht vor der neuen Technik verschliessen k�nnen. Sie sprechen von 2008. Vielleicht haben bis dahin schon ganz andere ihre HDTV - Spinnweben gewoben. Vielleicht ist dann DSL der Transporteur f�r Breitbandanwendungen. Obwohl derzeit die hochgepriesenen Triple Applikationen wieder in Frage gestellt werden.

Alles in allem: die IFA in diesem Jahr war schon hochinteressant. Vor allem die Entwicklungen auf dem Sektor des Digitalen H�rfunks sind �berw�ltigend. Vielleicht - so �berlegte ich - mache ich einen eigenen Sender auf.

Den sogenannten Spartenprogrammen wird ja eine gro�e Zukunft vorhergesagt. Ich h�tte jedenfalls mit meiner 200 GIG - Platte, gef�llt mit MP3 Musik , den Stoff, um f�r ca. 90 Tage (Tag und Nacht) Programm zu machen. So ab und zu k�nnte man sich dann ja auch selbst mal am Mikrofon einschalten.

Ganz kurz noch: meine Handyprogramme werden immer besser. Man kann sich auch in wenigen M�glichkeiten kreativ bewegen. Letztendlich bin ich froh, dass ich mal wieder gefordert werde, den Erfindergeist einzusetzen. So edin Joystick hat immerhin die keycodes 37 f�r links, 38 f�r nach oben, 39 f�r nach rechts, 40 f�r nach unten und 13 f�r mittig zu dr�cken. Mit der Einf�hrung einer Zeitfunktion werden die M�glichkeiten verdoppelt. Ist ein normaler Tastendruck nach einer halben Sekunde abgeschlossen, so ist der selbe Tastendruck, der eine ganze Sekunde w�hrt f�r eine ganz andere Auswahl nutzbar.

N�chste Woch geht es zur IAA. Dann werden die Autos im Mittelpunkt stehen. Mal sehen, was da mit der Spritpreisentwicklung einhand geht. Ob die Luft aus der Veranstaltung - immer schneller - immer h�her - immer teurer - genommen wurde? So schnell werden die Alternativen nicht zuschlagen k�nnen.

Jedenfalls habe ich heute bei dem sch�nen Wetter meinen teuer renovierten Porsche aus der Garage geholt und bin sage und schreibe 13 Kilometer damit gefahren. Ich hatte es nicht vergessen: zwar Cabrio - aber die Klimaanlage muss mal laufen. So fuhr ich mit schlechtem Gewissen ob der �lpreise und noch schlimmer: ob der Klimaanlage. Letztendlich aber habe ich mich in mein historisches Schneckenhaus zur�ckgezogen. Das Objekt muss doch einmal bewegt werden.

Montag, 29. August 2005

Morgen geht es nach Berlin. Irgendwie mag ich die Fokker Maschine, die mich dorthin bringen soll. Sie sind zwar eine Viertelstunde langsamer - daf�r landen sie dann auf dem Flughafen Tempelhof. Und: es gibt einen Imbiss bei DBA an Bord, und nat�rlich den obligatorischen Tomatensaft.

Um 8:05 Uhr geht es los und irgendwann um 9:20 landen wir dann auf Tempelhof oder heisst es in Tempelhof? In den letzten Tagen kamen jede Menge an Pressemitteilungen zur IFA. Offenbar scheint man dort richtig reinzukloppen. Die meisten Termine kann ich zwar nicht wahrnehmen, weil einfach die Zeit nicht reicht und der Flug nach Hause wieder am Freitag dieser Woche stattfindet. Dann geht es um 17 Uhr wieder mit der Fokker nach Hause.

Ich habe f�r das Internet der Servicezeit: Technik eine pers�nliche Betrachtung der Entwicklung der IFA runtergeschrieben. Der Inhalt ist �hnlich wie der auf dieser Seite weiter unten.

Der Text wirkte wie erwartet: die jungen Mitarbeiter in der Redaktion fanden die Informationen absolut neu und nie geh�rt. Sie fanden es einfach lustig, was da so passierte.

Um auf die sperrige Programmierung von Smartphones zur�ckzukommen: Mittlerweile habe ich so einiges hingekriegt. Ein Kennzeichenprogramm l�uft perfekt, ein Feiertagsprogramm l�uft einigermassen, ein Horoskopprogramm l�uft super, ein Mondphasenprogramm l�uft perfekt.

Sonntag, 21. August 2005

Der Papst ist weg - die lezten Tage bekommen eine neue Interpretation. Es war wohl eine Super Veranstaltung, die hier professionell abgehalten wurde. Ich selbst kenne solche Probleme durch die Veranstaltung der drei Computern�chte in Paderborn.

Hier gab es genau diese Sicherheitsbedenken. Letztendlich hatten wir damals genau die gleichen Probleme zu l�sen, um die Sicherheit zu garantieren. Ich erinnere mich noch an die Veranstaltung im Jahre 2001. Kurz vorher wurde New York angegriffen (11.9.2001) worden.

Nat�rlich schwappte der Sicherheitsgedanke auf unsere Veranstaltung. Alle Besucher mussten durch eine Schranke hindurch, Rauschgift und Sprengstoffhunde waren zugegen. Wir bef�rchteten, dass alle zu sp�t kommen werden, weil die extremen Kontrollen vorgenommen werden mussten.

Letztendlich hat sich bei unserer Veranstltung genau das Ergebnis eingestellt, das auch beim Papstbesuch eintrat: Nichts.!

Der Weltjugendtag war eine sch�ne Veranstaltung. Ich habe viele Pilger gesehen und beobachtet. Es war, auch wenn manchmal der Bus oder die Bahn �bervoll war und man Platzangst bekam, eine Superveranstaltung, die so schnell nicht wiederholbar ist.

Donnerstag, 18. August 2005

Der Papst in K�ln - das f�hrt so zu mancher Irritation. Verkehrsm�ssig ist man am besten beraten, wenn man zu Hause bleibt. Das habe ich dann auch getan.

In der kurzen Zeit habe ich mich mal dem Smartphon gewidmet, das ich seit ein paar Tagen benutze.

Zun�chst einmal war die Bedienung recht fremd und �beraus kompliziert. Doch so nach und nach durchweg ein positives Erlebnis. kapierte ich die Philosophie, die nicht immer meine ist. Jedenfalls reizte es mich, einmal ein eigenes Programm zu schreiben, das dann auf dem Telefon laufen sollte.

Ich hatte mir vorgenommen, das Horoskopprogramm umzusetzen, da ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen damit gemacht habe. Dieses Horoskopprogramm war schon in fast allen Betriebssystemen pr�sent.

Doch da gab es erstmal eine Mauer. Programme f�r Smartphones sind VB.NET oder in C++ zu entwickeln.

Das hatte ich nicht vor, da beide Programmiersprachen nicht mein Ding sind.

Dann fand ich im Netz Gleichgesinnte. Bei Omnisoft.com gibt es Leute, die nach wie vor auf evB setzen, da es entgschieden mehr Freiheit beim Programmieren gibt. Nach langem Hin und Her hatte ich sogar in meine Entwicklungsebene ein Smartphone integriert. Wie mir das genau gelungen ist, weiss ich gar nicht mehr.

Jedenfalls l�uft das Horoskopprogramm astrein und es macht einen ganz guten Eindruck.

Git es sonst noch Leute, die f�r Smartphones programmieren. Dann k�nnte ich mal den Code r�berkommen lassen. Ich m�sste mich mal �ber ein Screenshotprogramm k�mmern. F�r den PDA gibt es das alles - doch in der Handyszene in punkto Smartphone ist es ziemlich mau.

Dennoch bin ich froh und stolz, dass mein erstes Werk zum Abschlu� kam. Letztendlich will ich mein Programm zur Speicherung meiner Medizindaten (ehemals Medidat, heute: tadideM) f�r das Handy umsetzen. Das macht dann schon Sinn, wenn man all diese Daten (grafisch auswertbar) mit dem Handy bei sich tr�gt.

Doch noch k�mpfe ich damit, die Runtimes f�r eine Picturebox und eine Filecontrol im System anzumelden. Mal sehen, wie es weitergeht.

Dienstag, 16. August 2005

Weltjugendtag in K�ln. Eine Super Veranstaltung - so finde ich. Heute Morgen wollte ich mit dem Bus zum WDR fahren. Doch zwei Busse - �berf�llt - fuhren an mir vorbei. Erst im dritten Bus hatte ich gerade einmal ganz hinten sogar einen Sitzplatz bekommen. Und den musste ich bis zur Endstation Dom dann beibehalten. Es gab keine Chance zwischendurch auszusteigen.

Es war �berhaupt kein Problem - denn ich kam mit dem Gegen�ber - einem sog. Pilger - ins Gespr�ch. Auf italienisch, was nicht gerade meine Heimatsprache ist. Aber immerhin konnte ich so einiges verstehen und ich glaube, dass mein Gegen�ber auch meine Meldungen verstanden hat.

Immerhin konnte ich ihm mitteilen, dass wir in K�ln auch einen schiefen Turm haben. Ich konnte ihm den schiefen Turm sogar zeigen. Offensichtlich hat er aber dem Schiefen Turm von Pisa nicht ganz abgeschworen, denn die Aussicht auf den K�lner Schiefen Turm lie� ihn ziemlich cool.

Am Dom dann angekommen konnte ich endlich aussteigen. Die Versammlung der Jugendlichen auf dem Bahnhofsvorplatz war beeindruckend und die neue Treppe hat sich schon sehr verdienstvoll in das Ganze eingeordnet.

Die R�ckfahrt vom WDR in den K�lner S�den war dann doch etwas beschwerlich. Die ersten beiden Bahnen musste ich fahren lassen, da kein Platz mehr vorhanden war. Die dritte dann endlich gab mir gerade mal ein paar Quadratzentimer Platz - f�rchterlich heiss in der Bahn - aber was soll's, irgendwann kommt man auch so an?

Nun haben wir diese Woche noch die Pilger und es kann einfach nur noch schlimmer werden. Vielleicht ist morgen mal das Fahrrad dran - auch nicht schlecht.

Ich habe mich mal zur�ckbesonnen, ob ich damals auch auf einen solchen Weltjugendtag gefahren w�re - damals das heisst: zu meiner Jugendzeit. Wenn ich zur�ckblicke, so gab es damals solche M�glichkeiten nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine M�glichkeit gegeben h�tte - na sagen wir nach London - zu fahren, um dort an einem internationalen Weltjugendtag teilzunehmen.

Dieser Satz ist nat�rlich Quatsch, weil es die Weltjugendtage ja erst seit 1980 oder 81 gibt. Ich w�re damals wahrscheinlich auch nicht dort hingefahren, da ich aus einer nicht katholischen Familie stamme.

Mein Vater als Kirchenvorstand in einer evangelischen Kirchengemeinde in St. Goarshausen - das f�rbt ab. Wahrscheinlich h�tte mein Vater so stark auf mich eingewirkt die Veranstaltung zu meiden, da sie nicht mit den protestantischen Gedanken �bereinstimmt.

Obwohl ich heute mit all diesen Gedanken nichts mehr zu tun habe, so ist diese Veranstaltung von hohem Wert. Die Jugend darf nicht mehr so geformt werden, dass sie illoyal zu anderen Ideen erzogen wird.

Neu an all diesen Aktionen ist die TV Pr�senz. F�r den WDR ist die Berichterstattung �ber den Weltjugendtag - vor allem durch die Teilnahme des Papstes - zum gr��ten TV-Ereignis aller Zeiten gemausert hat. Da verblassen alle historischen Ereignisse. Der Papstbesuch von Johannes P. II. war vergleichsweise eine Peanutveranstaltung. 127 Kameras m�ssen koordiniert werden, kameraleute, Technik, und alles m�gliche muss bereit stehen. Insgesamt sind es wohl um die 800 Menschen beim WDR, die die Mammutveranstaltung stemmen m�ssen.

Donnerstag, 11. August 2005

Das darf doch nicht wahr sein: da treffe ich tats�chlich jemanden, der von seinem Erlebnis schw�rmt, das er vor wenigen Tagen haben durfte: er war auf der Loreley und war ganz weg.

Da hat er nat�rlich in mir das richtige Opfer gefunden. Denn meine Heimat war lange Zeit die Loreley - mehr ungeliebt als geliebt. Das Problem bestand einfach darin, dass es nicht unbedingt Spa� macht, wenn man immer den Berg zu Fu� runter und anschlie�end wieder rauf bew�ltigen mu�. Das war eine verdammt uncoole Angelegenheit.

O.K. Geschadet hat es wohl nicht, dass da manchmal drei Loreleybesteigungen am Tag herauskamen. Morgens zur Schule, nachmittags zur Action in St. Goarshausen und dann vielleicht noch mal gerade so gegen Abend zum Jux.

Auf jeden Fall h�rt man es gern, wenn jemand anderes �ber die Natursch�nheiten schw�rmt, die es in der Tat dort zu bewundern gibt. Noch nie hat jemand so interessiert meinen Ausf�hrungen bez�glich der Loreley zugeh�rt, wie dieser Fan der Landschaft.

Schlie�lich habe ich hier auf der Loreley mein schauspielerisches Deb�t absolviert. Fr�her gab es n�mlich in den Sommermonaten auf der Freilichtb�hne eine Theatersaison. Meistens waren es heldenhafte Auff�hrungen und da war ich gerade gut genug, um daran mitzuwirken. Ich war so um die 14, 15, 16 als diese Festspiele stattfanden. Wilhelm Tell, G�tz von Berlichingen, Ph�dra und andere Theaterst�cke wurden aufgef�hrt. F�r jede Auff�hrung wurden Statisten gesucht, die entweder H�flinge, Bauern oder Fu�volk darstellen mussten. Ich war auch so einer - ein Universalstatist, der alles spielen musste und es auch konnte. So konnte ich mit meinem Holzkn�ppel als aufs�ssiger Bauer dem G�tz von Berlchingen das Schwert aus der Hand schlagen. Daf�r lief er mir dann - ungeprobt - mit seinem Schwert �ber die B�hne hinterher.

Irgenwie war das alles ganz toll. Die Bezahlung war riesig, wenngleich der Betrag von 5 DM pro Auff�hrung heute vielleicht etwas bel�chelt wird. Doch es gab auch noch Verpflegung aus dem Theateretat. Und schlie�lich waren es manchmal 2 Vorstellungen pro Tag. 10 Mark war schon etwas - da konnte man als junger Mann schon was mit anfangen. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zur�ck, in der ich auch so einiges an Tricks gelernt habe.

Eins noch m�chte ich erz�hlen. Wie so oft bei Theaterauff�hrungen lief die letzte Auff�hrung von 'G�tz von Berlichingen' besonders spannend ab. Ich hatte einen kurzen Zwischenauftritt: ich schnappte mir einen gr�nen Sack mit Holzwolle und schleppte ihn quer �ber die B�hne und verschwand wieder hinten �ber die Treppe. Dqas war's. Am letzten Abend dann war dieser Sack gef�llt mit Steinen - ich sch�tze mal so um die 2 Zentner. Ich packte das Ding und wollte mir nat�rlich nichts anmerken lassen. Schweren Herzens schleppte ich den Sack �ber die B�hne, hoch zur Treppe, um dann wieder zu verschwinden. Doch oben auf der Treppe fiel der Sack runter und er polterte so laut die Holztreppe runter, dass das Publikum alles mitbekam. Ein Klatschen des Publikums liess mir die R�te ins Gesicht steigen. Doch die Veranstaltung wurde dadurch lediglich besser 'gew�rzt'.

Mittwoch, 10. August 2005

Gestern waren wir zur Vorbesichtigung in Frankfurt auf der Messe. Es gab zwar noch nichts richtiges vorzubesichtigen, doch wenn man von dort eine Sendung fahren will, dann muss man fr�hzeitig alles abkl�ren.

Am 15. September wollen wir die ServiceZeit: Technik von der IAA komplett produzieren. Es interessieren uns dabei weniger die neuen Modelle (Es sollen 77 deutsche Neuvorstellungen sein) - wir m�chten mehr dahinter schauen. Wie sieht denn eigentlich die Planung in punkto 48 Volt aus, was will man zuk�nftig noch an Elektronik installieren - oder ist man von der Pannenstatistik geschockt?.

e �ber Messen reden. Jedenfalls habe ich mich wieder ein bisschen daneben benommen, als ich �fter von der Eselsmesse sprach und man mich irgendwie komisch anschaute. Bis das IAA begriffen wurde, dauerte es recht lange - und dann empfand man wohl meinen Angriff auf die 60. IAA mit einer so bl�den Bemerkung wohl nicht als gerade gelungen.

Nun, wir sind nicht als Feinde auseinandergegangen, sondern wir freuen uns auf die anstehende Sendung.

Merken: 15. September - Tag der Er�ffnung der IAA. Servicezeit Technik.

Wenn wir gerade dabei sind, die Messeaktivit�ten aufzuzeigen, so ist nat�rlich auch - und vor allem - die Sendung von der IFA, der Funkausstellung, zu nennen. Hier sind wir sogar schon ein Tag vor der Er�ffnung auf dem Sender. Die Servicezeit: Technik am 1.9. wird von Berlin aus gefahren. Hier, so hoffen wir, werden wir einige interessante Trends aufzeigen k�nnen. Wohin geht es da in Zukunft? Was ist mit HDTV usw.

F�r diese Sendung fliegen wir am n�chsten Montag nach Berlin, um dort alles klar zu machen.

Ich empfinde diese IFA als einen wichtigen Meilenstein f�r die Zukunft. Da ich ja mittlerweile ein alter Messehase bin, kann ich r�ckblickend vieles einordnen. Immerhin war ich 1971 zum ersten Mal auf der IFA und irgendwie habe ich es immer geschafft, einen Abstecher zu machen. Manchmal einige Tage, manchmal reichten wenige Stunden.

Da kommen dann doch schon 34 Jahre zusammmen - f�r die IFA's kommen da dann immerhin 17 zusammen. Es ist unglaublich, was in dieser Zeit so alles ausgestellt wurde. Ich nehme an, dass diese Zeilen auch von ein paar j�ngeren gelesen werden, so m�gen einige Bemerkungen aus dem 'N�hk�stchen' f�r diese Generation von Interesse sein.

Beginnen wir gleich mit einem Highlight. Im Jahre 1973 konnte ich bei Philips im Hinterzimmer so etwas wie eine Bildplatte bestaunen. Noch war der Laser ein Gaslaser, der die Pits von der Scheibe gelesen hat. Doch wir staunten �ber das, was uns da gezeigt wurde.

Erstmals h�rten wir davon, dass man evtl. auch die Schallplatten damit abl�sen k�nnte. Doch es hat lange gedauert, bis die lasergesteurten CD's ihren Siegeszug angetreten haben.

Es gab dann IFA's bei denen die drahtlose Fernbedienung im Mittelpunkt stand. Das war nicht selbstverst�ndlich. Wenn �berhaupt Fewrnbedienung, so war sie meist an einer Schnur festgemacht.

Es war schon toll, dass man jetzt per Infrarot die wenigen Programme umschalten konnte.

Aber halt! Da gab es vorher noch etwas anderes. Die ersten drahtlosen Fernbedienungen arbeiteten mit Ultraschall. Dies brachte nat�rlich die entsprechenden Probleme mit sich. Irgendwelche Schallereignisse konnten pl�tzlich den Fernseher umschalten. Ob es nun das ungewollte Ansto�en des Bobbycars gegen eine Glasscheibe war oder das Runterfallen von Stecknadeln oder anderen metalllischen Gegenst�nden auf Fu�bodenkacheln - es konnte (musste aber nicht) einfach passieren. Irgendwie war auch der gesendete Code noch nicht so recht auf der sicheren Seite.

Die Firma Saba brachte 1954 die erste Fernbedienung auf den deutschen Markt. Mit dem brikettgro�en Teil an einem stolperfreudigen meterlangen Kabel w�hlte man jedoch nicht Fernseh- sondern Radioprogramme aus.

Zwei Jahre sp�ter entwickelte die Firma Tonfunk die TVKabelsteuerung �Zauberschalter�. Rund 20 Jahre mussten noch vergehen, ehe in Deutschland Fernseher serienm��ig mit einer Fernbedienung auf Infrarot-Basis ausgeliefert wurden.

Jedenfalls w�ren wir beim Sender wahrscheinlich froh, wenn es diese Erfindung gar nicht gegeben h�tte. Dann w�re ein einmal eingestellter Sender immer eingestellt gewesen. Das sind aber nur Illusionen.

An eine IFA erinnere ich mich besonders gut. Hier war der H�hepunkt der Kopfh�rer. �berall auf der Messe hingen die Kofh�rer von von oben herab. Das Thema HIFI begann gerade mit Leben gef�llt zu werden.

Auf einer IFA, so erinnere ich mich, war das Superthema: die Uhrzeit eingeblendet auf dem Fernsehbildschirm. Wahnsinn.

Das hatte nat�rlich etwas mit Videotext zu tun, denn von dort kam die Zeitinformation. Auch der Videotext selbst war immer wieder Star auf der Messe.

Am tiefsten hat mich wahrscheinlich die Entwicklung des Video ber�hrt. Es begann ganz zaghaft mit den VCR Ger�ten, die manchmal sogar eine Sendung richtig anzeigten. Recorder und Kamera waren nat�rlich lange Zeit noch getrennt. Die Kameras waren noch keine Chipkamreas.

Doch auf Messeveranstaltungen h�rt man ja immer etwas Neues. Irgendwann erz�hlte man mir von den Chipkameras, von den CCD Chips, irgendwann hat man mir auch prognostiziert, dass schon bals der Recorder im Kamerageh�use Platz finden wird.

Alles ist eingetren - nein: so manches doch nicht. Eine IFA wurde dominiert von einer Wahnsinnsidee von der Fa. Schneider. Man hatte eine Projektion per Laser realisiert. Das war sicherlich schon ein �berw�ltigender Gedanke.

Doch der, der es je selbst gesehen haben, der wird best�tigen, dass dies nicht unbedingt das 'Nonplusultra' war. Wer weiter bohrte, der wurde in eine Halle gef�hrt, in der die speisenden Laser standen. Anschlu�wert 157 KW.

Sp�testens bei dieser Zahl wurden die Erwartungen ged�mpft.

So, jetzt warten wir auf die neue IFA.

Samstag, 6. August 2005

Ich finde das Klasse, dass da jemand mein Blitzbeispiel nachgerechnet hat und auf 18 � pro Blitz kommt. Das kommt ja vom Preis so ungef�hr hin - wenn man bedenkt, dass ich mich auf Ende 1960 bezogen habe.

Ich bin - oder besser war - feste damit besch�ftigt, die CD-Sammlung zu rippen und sie als MP3 - Files auf eine eigens daf�r reservierte Platte zu rippen. Die Platte hat 200 GB und ist derzeit noch mit 55 GB frei. DAs wird aber nicht mehr lange dauern und das letzte Byte wird irgendwelchen MP3-Songs zum Opfer fallen.

Bei all den sch�nen Sachen mache ich mir jetzt so langsam mal Gedanken dar�ber, ob ich das �berhaupt darf. Zum Rippen kommen ausschliesslich vorhandene eigene CD�s, die ich irgendwann einmal gekauft habe.

Wahre ich jetzt mein Recht, eine Kopie machen zu d�rfen, wenn ich die Kopie in einem anderen technischen Format mache? MP3 ist ja keine origin�re Kopie.

Da ich die Musik letztendlich rein privat abh�re, mache ich mir keine Gedanken �ber die Rechtm��igkeit. Doch was geschieht denn, wenn ich auf die Idee k�me und w�rde f�r 5000 Euro im Monat einen Satellitensender f�r Musik aufmachen und w�rde dann diese Kopien abspielen. Nat�rlich w�rde ich dann die gespielte Musik der GEMA melden - oder wenn der Sender vielleicht in Luxemburg steht - dann auch nicht.

Sehr wahrscheinlich w�re eine solche Anwendung 'schrecklich' verboten. Eigentlich schade, denn ich k�nnte mittlerweile mit meiner Musik in 192 kBit/sec immerhing ca. 60 Tage nonstop best�cken.

Bei den Kopierarbeiten kommen so ein paar neue Infos zutage, die man im Vorfelde ignoriert hat. �hnlich wie das EXIF - Verfahren bei Digitalkameras (wo Blende, Tag und vieles andere mehr) im Header geinden.speichert werden, gibt es bei den MP3 - Files die IP3 - Tags. Auch hier werden Informationen �ber den File gespeichert. U.a. kann man hier den Titel, den Interpreten, das Album, das Genre und noch mehr finden.

Mittlerweile 'schreit' meine Musiksammlung geradezu nach einer geordneten Software, um optimal mit den Musikfiles umgehen zu k�nnen.

Ein kleines VB6 - Programm macht das schon ganz ordentlich. In angemessen kurzer Zeit findet es auch den einzigen 'Peter Kraus' - File auf der Platte. Nat�rlich lassen sich auch Playlisten programmieren. Aber es wird kein Weg daran vorbeigehen, das Ganze in eine Datenbank umzuwandeln. Nur so lassen sich dann die Musiktr�ume automatisieren.

Einmal mag es 'JAZZ' oder 'BLUES' sein, ein anderes Mal alle Titel von 'Elvis' oder eine zuf�llige Folge von klassischen St�cken sein. Je nach momentaner Laune l�sst sich dann das Musikprogramm ausw�hlen.

Bei meinen Kopieraktionen ist mir aufgefallen, dass ich vor allem eine Spezies vermisse: die Zeit rund um F.J. Degenhard und Hannes Wader. Hier hatte ich einige Tontr�ger, die offensichtlich verschwunden sind. Schade. Eine CD habe ich noch gefunden. Da sind wenigstens die Schmuddelkinder usw. drauf.

Wenn also jemand noch die alten Schinken haben sollte, so w�re ich geneigt, das Prinzip der 'eigenen Musik' zu durchbrechen.

Mittlerweile h�nge ich wieder in einigen Programmiertechniken, die ich eigentlich als pass� abgeschrieben habe. Ich will �ber die winmm.dll den CD Player unter die Fuchtel zwingen. Das geht auch teilweise - doch ich fummle gerade daran herum, wie ich der dll den Befehl entlockt bekomme: wieviele tracks, wo f�ngt der erste, der zweite usw. an.

Sonntag, 31. Juli 2005

Zwischen heute und dem letzten Eintrag am 4.7. liegen jetzt drei Wochen Urlaub. Ein Urlaub ohne jegliche Kontakte zum Internet.

Zum einen liegt diese Enthaltsamkeit an dem Unwillen des Computers, das Modem auf die Analogleitung zu schalten. Einige Versuche versagten ganz einfach. Die Schnittstelle wurde einfach nicht vom System eingerichtet. Dann eben nicht.

Eine neue Erkenntnis kam dann auf: Man kann auch ohne. Und siehe da - die Tage und die Abende vergingen viel interessanter - ohne diese Internetdroge.

Von Zeit zu Zeit gab es mal ganz kr�ftige Gewitter. Wie das so im Gebirge ist: es rappelt wirklich fantastisch und furchterregend.

F�r mich sind solche Momente sagenhaft kreativ und regen die Fantasie an. Die Blitze, die in der Nacht zu sehen waren, haben meine Vergangenheitsbew�ltigung angeregt.

In meinem fr�heren Leben war ich nun einmal an der TH in Aachen und leitete dort ein Praktikumseminar, das auch darin geipfelte, dass eine Frage gestellt wurde, die ich gar nicht mehr genau formulieren kann: jedenfalls war ein Blitz im Mittelpunkt der Berechnung. Letztendlich sollte herausgerechnet werden, was ein Blitz in puncto Energiekosten einbringt - oder eben kostet.

ich kann mich noch daran entsinnen, dass es so um die 12 Mark waren, die ein gew�hnlicher Blitz so an Energiekosten einbringt.

Damals 12 Mark sind heute mindestens 50 Euro. Und dann all die sch�nen Blitze in der Nacht.

Wenn ich das alles zusammenrechne, so kommen schon so um die 1000 Euro Blitzgeb�hr zusammen, die ich v�llig kostenlos erleben durfte.

Doch leider habe ich keinen Schimmer mehr, wie man damls rechnen musste, um auf diese zw�lf Mark zu kommen.

Montag, 4. Juli 2005

Wie doch die Zeit vergeht. Mein letzter Eintrag ist schon wieder l�nger als eine Woche alt. Die letzten Tage waren hochinteressant, weil ich mal wieder auf Reisen ging, um Neues zu erfahren. Zum einen war da in Hamburg eine Veranstaltung mit dem Titel "IFA Preview", was so viel bedeutete wie ein Vorgeschmack auf die diesj�hrige Funkausstellung.

Die Servicezeit: Technik wird von Berlin am 1. September - also ein Tag vor der Er�ffnung - gesendet.

Die Highlights sind relativ schnell aufgez�hlt: HDTV und die dazugeh�rigen Gro�bildschirme, HD - Recorder, DVB-H f�r Handys und ein paar weitere Themen.

Alles klingt eigentlich hochinteressant. Vor allem das Thema Gro�bildschirme d�rfte sehr pr�sent sein. In wiefern man sich einen solchen Fernseher anschafft und evtl. auf die Software daf�r schielt, d�rfte das Thema vieler Diskussionen sein. Es ist ja bekannt, dass Premiere im November mit drei HD Kan�len auftrumpfen wird. Bei einer Diskussion in Hamburg konnte Georg Kofler auch �berzeugend seine Position darstellen: er wird drei HD - Kan�le installieren. 1.) Spielfilm (hier sind 35 Millimeter Filme sowieso angesagt, die leicht zu HD - Material gemacht werden k�nnen. 2.) Internationale Dokumentationen, die heute schhon weitgehend in HD Technik produziert werden und schlie�lich als dritter Kanal ein hochwertiger Sportsender. Hier geht es dann nicht mehr um die Rechte, sondern lediglich die Technik muss ausgetauscht werden - kein Problem f�r Kofler.

Etwas traurig stimmte mich die Position des ARD / ZDF Beauftragten f�r diese Problematik. Seine Argumentation war ganz schwach: wir m�ssen den Geldbeutel des Zuschauers schonen .....

Und deshalb machen wir kein HDTV. Ich w�sste gerne, wie lange so eine engstirnige Haltung Bestand hat.

Donerstag und Freitag war ich dann in Ulm, um mir das Operation Center der T-COM anzusehen. Ich hatte da ganz richtig getippt, warum da Ulm im Spiel war: in der Tat war das Btx-Zentrum von damals der Grund, dass hier viele Aktivit�ten geb�ndelt wurden. Mittlerweile ist das Zentrum ein Riesenkomplex geworden.

T-Com bewegt immerhin pro Monat 57.000 Terabytes an Informationen. Hier k�nnte man so langsam schon mal eine neue Einheit ins Spiel bringen : Petabyte - eben 57 Petabyte.

Und eine Zahl lie� mich aufhorchen. Da h�tte ich v�llig falsch getippt. 98 Prozent des Trafics gehen auf Kosten der Privatleute - sprich Internet. Nur 2 % liegen in den H�nden der sogenannten kommerziellen Kommunikation.

Als wir zu Besuch in Ulm waren, ging Hand in Hand die Erh�hung der DSL - Geschwindigkeit von 3 MBit/s auf 6 MBit/s. Immerhin ein Meilenstein in der Kommunikation. Doch nicht in den K�pfen der Techniker.

Relativ easy war der Einstieg auf diese Geschwindigkeit. Und die n�chsten Stufen sind schon in den Hinterk�pfen verankert. 6 - 12 - 24 (oder 25) MBit / sec sind offensichtlich schon im Labeor ausprobiert.

Und gar 100 MBit/s weist keiner als Hirngespinst aus.

Und damit w�ren wir wieder am Anfang der Tour. Wenn man sich in Hamburg noch Gedanken machte, wie man die Bandbreiten f�r HDTV herbeizaubern soll, so zeigte der zweite Teil der Reise die L�sung: DSL als Highspeedlieferant.

Sonntag, 26. Juni 2005

Ich bin immer noch dabei, meine CD - Sammlung in den Griff zu bekommen. Mittlerweile ist klar: die 20 Gigabytes sind viel zu wenig. Es ist jedenfalls f�r mich eine Fahrt in die Vergangenheit.

Ich r�ume jetzt in allen Ecken, um evtl. verlorene CD's aufzust�bern. Und immer wieder gelingt es mir, die tollsten Funde aufzudecken.

Es ist erstaunlich, wie sich im Laufe der Zeit der Musikgeschmack ge�ndert hat - und: es ist spannend die alten Lieder noch einmal anzuh�ren. Anders w�ren sie vielleicht f�r mich verloren gewesen.

Wer kann sich da noch an die Zeiten von Burg Waldeck erinnern, als F.J. Degenhardt und Hannes Wader aufspielten?

Jedenfalls fand ich jetzt eine CD von Degenhardt wieder. "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern..." und "V�terchen Franz" - das sind nat�rlich Lieder, die viele Erinnerungen zur�ckbringen.

Jetzt suche ich verzweifelt nach einer CD von Hannes Wader, von der ich einigerma�en sicher bin, dass sie einmal existierte.

Kann aber auch sein - das f�llt mir gerade ein -, dass ich diese Sachen auf alten Schallplatten habe.

Das kann dann demn�chst in richtige Arbeit ausarten, wenn die Platten digitalisiert werden.

Wahrscheinlich werde ich die S�nden der Vergangenheit zuerst einmal ausb�geln m�ssen. Damals war es n�mlich chic, die Platten na� abzuspielen. Das System von Lenco versprach h�chsten Akustikgenu�. Da die Fl�ssigkeit nat�rlich in den Rillen trocknete, war man danach gezwungen, immer wieder na� abzuspielen.

Ich erinnere mich an eine der ersten Hobbytheken, in denen wir das Geheimnis der Lenco - Fl�ssigkeit preigaben. Ich glaube, es war einfacher Isopropyalkohol, der mit etwas destilliertem Wasser gestreckt wurde. Dieses k�nnte man heute ja noch nachvollziehen.

Doch mir fehlt der entsprechende Wasserbeh�lter und die B�rste, die die Platte ben�sst. M�sste man also nachbauen.

Damals war dieser Tipp ein Riesenerfolg - alle Musikfreunde sprachen von der Fl�ssigkeit und umgingen damit dem teuren Nachkauf der Originalfl�ssigkeit.

Ironie des Schicksals: Wenn man damals in der Hobbythek die Fl�ssigkeit nachbaute, so m�sste man heute eine Hobbythek machen (die Hobbythek kommt �brigens - wahrscheinlich - wieder), in der die B�rste f�r den Plattenspieler nachgebaut wird.

Jedenfalls kommt ein dickes St�ck Arbeit auf mich zu. Aber ich glaube, dass es sich lohnt.

Freitag, 10. Juni 2005

Ein Blick zur�ck kann nie schaden. Ich bin im Moment dabei, meinem neuen MP3 Player meine CD's beizubringen. Das stellt sich als schwieriger heraus, als am Anfang angenommen.

Vor ein paar Wochen kaufte ich mir einen MP3 Stick mit 1 GB Speicherkapazit�t. Das war schon eine tolle Sache, wenn man bedenkt, was fr�her 1 Gigabyte bedeutete. Ich hatte Ende der Achtziger oder Anfang der Neunziger eine 1 GB Platte. Sie kostete damals 8000 Mark. Kollegen kamen von �berall her, um sich diesen Riesenspeicher anzusehen.

Alles vorbei. Mein 1 GB Stick war mir schnell zu klein, da ich im Computer 68 CD's als MP3 gegrabbt vorliegen hatte. Es gingen zwar 10 CD's auf den Stick, doch am Morgen danach wollte ich genau die elfte h�ren. Schade, dass sie nicht da ist.

Jetzt kaufte ich mir einen MP3 Player mit 20 GB Festplatte. Ich �berlegte lange, ob dies denn eigentlich reicht. Sollten es nicht besser 60 GB oder gar 100 GB sein?

Jedenfalls wurde es jetzt ein 20 GB Player - auch im Hinblick, dass seine Lebenszeit nicht allzulange sein wird (siehe den armen MP3-Stick mit 1 GB).

Doch jetzt kommt das Problem der Verwaltung der gespeicherten MP3 - Files. Als ich die CD's rippte, war alles recht einfach. Man macht einen eigenen Ordner mit dem Namen des Albums und speichert innerhalb dieses Ordners die verschiedenen Tracks. Das ging bis dato wunderbar.

Nun hat der Creative Player keine �bergelagerten Ordner und schon begann auf der Platte das Wirrwarr. Pl�tzlich hatte ich 10 mal Track1 nacheinander im Display. Jeder dieser Tracks geh�rte zu einem anderen Album.

Da muss man jetzt schon etwas subtiler vorgehen, wenn man auf dem kleinen Display 20 Gigabyte Daten verwalten will. Es ist doch nach wie vor eine ganze Menge an Daten, so dass man sich den Zugang zu einem z.B. Elvistitel schon griffig gestalten muss.

Jetzt werde ich einiges eben doppelt machen m�ssen. Da, wo ich darauf verzichtet habe, das Album, den Interpreten, den Titel usw. mit abzuspeichern, muss ich dies eben nachholen.

Ich mache das Rippen �brigens nach wie vor mit dem Audiograbber als Freeware. Wenn man sich die LAME.DLL dazuholt, kann man immerhin auch gr��ere Qualit�ten rippen. Immerhin 320 KBit/sec. Ich selbst habe mich auf 192 KBit/sec als Qualit�tsmassstab eingestellt. Das macht einen wirklich guten Eindruck.

Ich sprach anfangs von einem Blick zur�ck. Es ist in der Tat f�r j�ngere Menschen heute nicht mehr vorstellbar, wie wir am Anfang der Computerzeit mit Speicher umgehen mussten, weil er einfach nicht vorhanden war. Wenn man heute �ber die damalige Modem- oder Akustikkopplergeschwindigkeit l�cheln mag, der sollte wissen, dass diese 300 Baud gerade so schnell waren, dass man eingehende Nachrichten noch mitlesen konnte. Das Abspeichern der Daten verbot meistens der nicht vorhandene Speicher.

Und derjenige, der Speicher hatte, der hatte entweder vorher kr�ftig 'gelatzt' oder in meinem gl�cklichen Fall: dem ist Speicher irgendwie zugeflogen.

Wir zeigten ja �fter im Computerclub die Anf�nge. Wolfgang Rudolph hatte mehrmals seine erste IBM - Platte mit 5 MB (fast h�tte ich 5 GB getipp) dabei - daf�r zahlte er mit Prozenten 15.000 DM. Ein 5 MB USB Stick, den es sinnvollerweise ja nicht gibt, d�rfte dann etwa 1 Euro kosten.

Doch - es gibt auch Sticks mit 2 MB - man sollte es nicht glauben. So einer wurde mir letztens von web.de zugeschickt. Damit sollte ich meine Passw�rter oder �hnliches verwalten k�nnen. Das klang alles so unsinnig und kompliziert, dass der Stick irgendwo herumliegt. Und sollte ich damit auch noch Software kaufen k�nnen - alles Quatsch.

Machen wir noch einen Blick zur�ck: im Jahre 1987 machten wir eine Sendung �ber die Zukunft der CD. Wir waren f�rmlich geblendet von den M�glichkeiten: 650 Megabytes auf einer einzigen Scheibe. Das muss so sensationell sein, dass nichts mehr daneben Bestand hat. Man muss wissen: Zu dieser Zeit waren in den B�ros 20 MByte Platten up to date. Ich beschrieb ja eben meine 1 GB Platte f�r 8000 Mark.

Wir hatten im Studio einen Einkaufswagen mit allen Telefonb�chern Deutschlands eingefahren - 'das alles geht auf eine einzige CD'. Und es dauerte nicht lange, bis es Wahrheit wurde. Doch die Entwickler der Harddisk waren die wirklichen Helden. Als Anfang der Neunziger die CD um sich griff (anfangs kostete ein CD- Laufwerk 1500 Mark) waren die HD - Leute schon wieder einen Schritt weiter. Man denke an meine 1 GB Platte.

Bald schon wurden Zahlen verk�ndet, die 2 GB, 4 GB, 8 GB postulierten. Jedenfalls waren die Plattenleute wieder vor den Angreifern ihrer Speicherdom�ne.

�hnlich ging es dann mit der DVD. Jetzt sollte der Hammer schlechthin kommen: 4.7 GB auf einer Scheibe. Doch als es so weit war, hatten die Plattenleute wieder zugeschlagen. sie waren bei 10 GB, 20 GB - sensationell.

Ich finde, dass es manchmal gut tut, dass man sich ein wenig r�ckbesinnt. Zumindest haben wir eine gro�e Entwicklung mitverfolgt. Wenn ich einmal meine Ressourcen zusammenz�hle, so komme ich jedenfalls auf eine Zahl bereitgestellter Speicher, die ich mir vor wenigen Jahren nicht h�tte tr�umen lassen.

Fangen wir doch einfach mal an zu z�hlen. Im B�ro bin ich bei 470 GB auf dem einen Computer, der andere hat nur 40 GB. Wir haben drei alte Toshiba Laptops a 20 GByte. Zwischensumme: 570 GByte.

Zu Hause kommt eine Beistellplatte mit 200 GB, eine WLAN - Platte mit 100 GB, ein Laptop 40 GB, ein Laptop 20 GB.

Und dann die kleinen Fuzzis: an CF - Karten: 1.6 GB, an SD Karten : 1.3 GB.

Zwischensumme: 930 plus Gekleckere. Der Weg zum Terabyte ist nicht mehr weit. Wahnsinn.

Dienstag, 7. Juni 2005

Zur�ck aus der Schweiz. Die zwei Wochen waren wahrlich schnell vergangen. Das Wetter war alles in allem wirklich phantastisch. Tags�ber war es richtig warm und am Abend k�hlte es angenehm ab.

Aber leider: der Kran war immer noch da - er versperrte den ungetr�bten Blick.

Die Schweiz ist schon ein besonderes L�ndchen. Wenn man t�glich die Tageszeitung gelesen hat, so war es eigentlich klar, dass die Schweizer mit 'Nein' zu Schengen abstimmen werden. Es wurde richtig aufgefordert, das Kreuz bei Nein zu setzen. Ich w�rde wahrscheinlich zu Hause eine solche Zeitung nicht mehr kaufen, so wie ich es mir verbitte, dass von der Kanzel herab Empfehlungen gegeben werden.

14 Tage ohne Internet - das geht erstaunlich gut. Auch wenn einem Google von Zeit zu Zeit fehlen mag, so kann die Offline Wikipedia vieles ersetzen. Gibt es da eigentlich eine neue Version?

Die Preise in der Schweiz sind schon ganz sch�n im Himmel - obwohl viele Dinge �ber Jahre hinweg ihren Preis gehalten haben. Aber es ist schon ein Schock, wenn man im Lokal 25 Franken f�r eine normale Pizza bezahlen mu�, ein Bier dazu schl�gt dann mit 4 Franken zu Buche. Wohlgemerkt nichts Extravagantes.

Die Verh�ltnisse wurden �berall schnell begriffen. Endlich wollte ich den Telefonapparat (wie hie� der bei uns) WS47 oder so ersetzen - nein um Gottes Willen - unterst�tzen. Das W�hlen einer Nummer in Deutschland wurde schnell zu einem Minutenakt - v�llig ungewohnt.

Also sch�n und qualitativ hochwertig waren diese Telefone schon - so etwas gibt es heute nicht mehr. Und sie �berstanden jegliche Energieschwankungen. Sie lebten von der PTT.

F�r 49.90 konnte ich dann ein DECT Telefon von Siemens kaufen, um es parallel zum Drehscheibentelefon zu installieren. Wer hatte mir eigentlich eingefl�stert, dass ich einen L�tkolben mitnehmen sollte?. Denn der war n�tig beim Umbau.

Donnerstag, 19. Mai 2005

So, heute abend habe ich zum ersten mal die Bew�sserungsanlage laufen geh�rt. Bisher war der Boden so feucht in den Blumenk�sten, dass der Sensor ein Begiessen abgelehnt hat. Gerade noch p�nktlich zum ersten Urlaub konnte ich die Funktionst�chtigkeit der Anlage �berpr�fen.

Ich hoffe, dass jetzt die Automatik alles �bernimmt - aber zur Not steht der Nachbar bereit und greift per humanbrain in den Ablauf ein.

Es geht wieder einmal f�r 14 Tage nach Ascona in die Schweiz. Diesen Ort kenne ich ja schon seit Jahren und ich fahre immer wieder gerne dorthin. Vor allem, wenn man �ber einen solchen Blick verf�gt, dann sollte das Wiederkommen befl�gelt werden.

Einfach sch�n!

Ich hoffe, dass der Kran in diesem Jahr weg ist.

Ich �berlege noch, was ich an Computertechnik so alles mitnehmen soll. Ich tendiere im Moment auf eine Minimalaufr�stung, bei der gerade so eine Textverarbeitung dabei ist. Jedenfalls m�chte ich den Laptop auf meinem Schreibtisch stehen lassen, denn jedes Mal, wenn er mit unterwegs war, war anschliessend eine Notoperation n�tig.

Vielleicht schaffe ich es ja, den C�sar etwas l�nger �ber die CeBIT laufen zu lassen - ein Projekt, das mit 3 MBYte an Daten auf meiner Festplatte ruht.

Ich strebe jedenfalls f�r die 14 Tage in der Schweiz keinen Internetanschluss, keinen Faxanschlass, keinen Handyanschluss, keinen Wmailanschluss usw. an. Das geht wirklich auch ohne.

Heute war wieder so ein Tag, den man eigentlich aus dem Ged�chtnis streichen sollte. Da bietet LIDL Fahrkarten an und alle Typen, die eigentlich gar nichts mit der Bahn zu tun haben, stellen sich an und wollen diese Karten haben - um Profite zu machen.

Ich habe das ein wenig verfolgt. Schon um 11:00 Uhr kamen seitenweise die Angebote bei ebay rein. Wie die Verk�ufer an so viele Karten kamen, war und ist mir unklar. Und dann fiel mir auf, dass da mit unlauteren Methoden vorgegangen wurde.

Erst nach akribischem Lesen wurde einem klar, dass da nicht 2 Karten - wie von LIDL verkauft - verkauft wurden, sondern nur eine. Und manche Unbedachte latzten da 80 Euro f�r eine einzige Karte.

Noch schlimmer: Wer aufpasst und ein wenig sich im Internet auskennt, der f�hrt �hnlich g�nstig f�r 59 Euro hin und zur�ck.

Gewinner der Aktion ist nat�rlich LIDL und der klare Verlierer heisst BAHN. Mit denen m�chte ich zum Beispiel nichts mehr zu tun haben. Das ist keine Gesch�ftspraxis. Hier werden einfach alte Beziehungen zu Reiseb�ros �ber den Haufen geworfen. Warum hat man nicht die alten Partner mit den g�nstigen Karten ausgestattet?

Ach so, was ich eigentlich mit diesem Eintrag sagen will: in den n�chsten 14 Tagen bin ich "weg vom Fenster". (away from the window)

Sonntag, 15. Mai 2005 (Pfingstsonntag)

Da das Wetter nicht gerade zu einem Spaziergang einl�dt, besch�ftige ich mich heute mit einem Thema, bei dem nach wie vor am Ende nichts bei rauskommt.

Ein Dauerbrenner ist die rechtliche Behandlung von Hyperlinks, die man in seinem eigenen Programm setzt. Kann man daf�r bestraft werden, wenn man allzu sorglos auf Seiten im Internet verweist, die nicht ganz sauber sind? Um es vorwegzunehmen: ja, man kann.

Anlass f�r dieses Nachdenken war ein Eintrag in meinem G�stebuch, der den charmanten Inhalt hatte:
Was unter
http://www.wolfgang-back.com/impressum_home.php steht,
ist doch v�lliger Schwachsinn...
Ob Link oder nicht, man ist nur f�r seinen eigenen Inhalt verantwortlich.

So einfach, mein lieber bla ist es nun doch nicht.

Wer sich ein bisschen in die juristische Literatur einliest, der wird ein typisch deutsches Gestr�pp feststellen. Falls man die Texte �berhaupt versteht und interpretieren kann, so wird man die tollsten (unterschiedlichen) Meinungen feststellen.

Da wird im Norden anders geurteilt als beispielsweise im S�den.

Immerhin ist ein Verweis auf eine andere �ffentlich zug�ngliche Seite als bestehendes Recht anzusehen. Dies ist immerhin schon seit altersher in allen wissenschaftlichen Werken �blich. Hier wurden schon immer Fu�noten und Verweise gesetzt. Aber es gibt einen Unterschied: bei aktiven Hyperlinks wird der Verweis automatisch aufgerufen. Bei manchen Rechtsprechungen kann dies daher schon bestraft werden, wenn der Text illegale Inhalte enth�lt.

Bei der etwas l�stigen Methode, wie ich sie im Impressum beschrieben habe, handelt man auf jeden Fall bewusst. Es ist zu vergleichen mit der alten Methode, dass man etwas unternehmen muss, um an die Information zu gelangen, die in dem Verweis beschrieben ist. Mag sein, dass man damit nicht jeden Richter �berzeugen kann, aber vielleicht hilft es ja gerade da, wo man zur Verantwortung gezogen wird. Siehe dazu die verschiedensten Auffassungen der Gerichte.

Aus der Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Disclaimer
ist der folgende Satz:

Aus Angst, f�r gesetzte Links haftbar gemacht zu werden, findet sich auf zahlreichen Homepages (auch von Anw�lten) ein Hinweis auf das Urteil vom 12. Mai 1998 des Landgerichts Hamburg mit dem Aktenzeichen: 312 O 85/98. Unter Berufung auf dieses Urteil wird behauptet, man m�sse sich von allen Links distanzieren, um nicht daf�r haftbar zu sein.

Beispiel:
Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man
durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit
zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich
ausdr�cklich von diesem Inhalt distanziert.

F�r alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit
ausdr�cklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner
Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen.

Googelt man nach diesem Text, findet man ihn im �deutschen Internet� ca. 57.000 Mal. Daniel Rehbein hat den Text mit typischen Schreibfehlern weitere ca. 2 000 mal gefunden.

Liest man dann, dass dieser sogenannte Disclaimer auch nichts n�tzt, so bin ich froh, dass ich ihn weggelassen habe. Dort kann man auch nachlesen, dass man f�r falsch gesetzte Links ordentlich bestraft werden kann. Dies bitte ich den Autor bla aus meinem G�stebuch zu bedenken.

Die Diskussion - Link ja oder nein - m�ssen wir auch in der Redaktion f�hren. Die Servicezeit zeichnet sich mit aktiven Links aus. Dieses kann zu einem Problem werden, so dass hier schon die Anzahl der Links reduziert wird.

Aber warum kann das zu einem Problem werden?

Laut Rechtsprechung ist ein gesetzter Link, der im Netz erreichbar ist, ein aktueller Link. Auch wenn sich der Inhalt ge�ndert hat, so ist der Linksetzer im Nachhinein verantwortlich. Sprich: Wurde der Link auf eine legale Seite gesetzt, die im Nachhinein ihren Inhalt ver�nderte, so dass sie als illegal angesehen werden kann, so haftet der Linksetzer.

In unserem Gesch�ft kommt erschwerend noch hinzu, dass wir nicht nur auf illegale Links verzichten m�ssen (was ja wohl selbstverst�ndlich ist), sondern auch den �ffentlich Rechtlichen Bestimmungen entsprechen m�ssen.

Beispiel: In der Sendung tritt ein Arzt auf, der eine Methode zur Raucherentw�hnung darstellt. Dieser Arzt hat eine Homepage mit allgemeinen Informationen. Wir d�rfen dann im Internettext zur Sendung einen Link setzen.

Nun kann es ja sein, dass der Arzt so viel Zulauf hat, dass er evtl. sp�ter auf seiner Page Kurse anbietet und die Kosten einer Teilnahme aufzeigt.

Dadurch erf�llen wir den Tatbestand einer Wettbewerbsverzerrung gegen�ber anderen �rzten - was f�r uns nat�rlich verboten ist.

Jetzt kommt der Knackpunkt: Verantwortlich f�r die Internetseiten Servicezeit: Technik ist der Redakteur, der in diesem Falle Wolfgang Back hei�t. Legt man den Tatbestand auf die Goldwaage, so m�sste ich jeden Tag alle gesetzten Links auf evtl. Ver�nderungen hin �berpr�fen. Macht man diese Arbeit gewissenhaft, so ist der Tag vergangen. Und es geht noch weiter: das Internet kennt kein Wochenende. Eigentlich m�sste ich auch am Samstag und Sonntag diese Arbeit verrichten. Ich kann sie auch nicht delegieren, da es keinen festangestellten Redakteur gibt, der mich darin vertreten k�nnte. Nat�rlich ist dies alles etwas zugespitzt berichtet; doch es k�nnte ja wirklich sein ...

Die Konsequenz aus diesem Dilemma k�nnen Sie vielleicht als User des Internets feststellen. Bei uns werden die gesetzten Links immer weniger (siehe oben). Die Archive, die wertvolle Inhalte enthalten, werden jetzt auf ein halbes Jahr begrenzt. Vielleicht auch demn�chst nur noch 3 Monate. Oder gar nur noch die aktuelle Sendung.

Da sind wir nicht alleine, die letztendlich dazu gezwungen werden. Auch der Bayerische Rundfunk hat schon seit l�ngerem diese r�de L�schaktion eingef�hrt.

Sch�nes neues Internet!!

Donnerstag, 5. Mai 2005 (Himmelfahrt)

Es war mal wieder an der Zeit, dass ich die aktuelle Seite in das Archiv gestellt habe. Die hohe Anzahl der Bilder auf dieser Seite (aktuell 10) hatte dann doch schon l�ngere Ladezeiten verursacht. All das, was vorhin noch auf der aktuellen Seite stand ist jetzt (am Ende der Seite) unter aktuell 10 einzusehen.

Wenn es da jemanden noch interessiert: die Bew�sserungsanlage ist im Prinzip fertig - doch es fehlt ganz einfach eine l�ngere Strecke mit gutem Wetter, um sie austesten zu k�nnen.

Mittlerweile glaube ich wirklich, dass der Wettergott gegen mich arbeitet, denn immer dann, wenn es sich vielleicht einmal gelohnt h�tte, das Wasser flie�en zu lassen, kam ein Schauer von oben. Doch man hat mir prophezeit, dass auch noch einmal andere Zeiten auf uns zukommen.

Warten wir es ab!

Es ist schon bemerkenswert, wie weit wir gekommen sind. Als ich vor ein paar Wochen in Garmisch war, st�rzte der Laptop einfach ab und nichts ging mehr. Nun hat man als vorsorgender Mensch ja immer ein Betriebssystem dabei, zus�tzlich die n�tigen Treiber f�r alles m�gliche, was man da so braucht.

Jedenfalls - Windows 2000 liess sich ganz easy installieren. Auch der Einstieg ins Internet lie� sich noch realisieren, da ich vorherschauend den Treiber f�r das Modem (analog) auf Memorystick mitgenommen hatte. Doch nach 3 Minuten Internet war es dann mit der Herrlichkeit vorbei. Die Maus blieb stehen - es lief nichts mehr.

Neubooten und erneut ins Internet zu gehen f�hrte zu den selben Ergebnissen. Es war frustrierend.

Conclusio: Geht man ungesch�tzt ins Internet, dauert es drei bis maximal 5 Minuten und irgendein Virus oder Wurm hat sein Opfer gefunden. Mir war klar, was mir fehlte: Zum einen das Servicepack 4 f�r w2k, ein ordentlicher Virenscanner und eine scharf eingestellte Firewall. Ohne das geht nichts mehr.

Doch das Servicepack besteht aus 92 MB und ich habe dort in Garmisch nur eine analoge Leitung. Wie soll man da ein Download hinkriegen?

Vor ein paar Tagen habe ich noch ein Interview gegeben f�r 10 Jahre Internet im WDR, das irgendwann ver�ffentlicht wird. 10 Jahre - das ist eigentlich gar nicht lange her und doch ist es eine Ewigkeit.

Wenn ich da zur�ckdenke an das Jahr 1994 im WDR. Es gab eine einzige ISDN-Leitung zum Provider in Porz. Und das reichte vollkommen. Nie war ein Engpass zu versp�ren. Innerhalb des WDR gab es nat�rlich nur ein paar Spezies, die sich auf die Leitung setzten.

Vor Viren oder Trojanern brauchten wir uns nicht zu f�rchten - die gab es nicht im Netz.

Nach und nach kamen dann all die tollen Features, die das Internet heute so faszinierend dastehen lassen. Als man pl�tzlich den ersten Realplayer lud, um Musik zu h�ren, sp�ter dann auch Video dazukam - sensationell.

Als die Suchmaschinen besser und besser wurden und schlie�lich Google bescheiden anfing - nichts Vergleichbares gab es auf unserer Welt.

Nat�rlich ist viel M�ll dazugekommen - doch wenn ich die Aussagen von Herr Weizenbaum in punkto Internet lese, so kann es mir nur schlecht werden.

Hier eine Kostprobe von seinen tollen Erkenntnissen. Dass man so etwas noch abdruckt?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/13456
http://www.20min.ch/news/sdastory.tmpl?id=brd051&date=2005-05-04

Ein alter Mann mit der Masche "Seit 40 Jahren gegen den Computer " erlaubt sich ungepr�fte Tiraden in die Welt zu setzen. Er behauptet schlicht und einfach, dass der normale Mensch nicht in der Lage ist, das Internet zu begreifen und dass er da besser die Finger davonl�sst.

Ich hatte Professor Weizenbaum in der Mitte der 90er Jahre bei uns in der Sendung und lie� ihn die Kritik an den Computern postulieren. Richtig �berzeugend war er im pers�nlichen Gespr�ch danach allerdings nicht.

Ich machte noch ein zweites Interview auf dem K�lner Weihnachtsmarkt mit Weizenbaum. Es sollte den Kontrast darstellen. Auf der einen Seite die alten hergebrachten Sitten und Br�uche - auf der anderen Seite die Kritik an der sogenannten Moderne, die nat�rlich heute nach all der Zeit gar nicht mehr modern ist.

Ich kann mich jedenfalls noch gut daran entsinnen, dass Weizenbaum bis zur Jahrtausenwende noch einen atomaren Angriff einer Weltmacht vorhersagte. Es sollten Millionen - wenn nicht gar Milliarden - Menschen ihr Leben verlieren.

Zum Gl�ck ist es nicht eingetreten - zum Gl�ck wird auch sein heutiger Pessimismus nicht eintreten. Wenn man eine Masche draufhat und nichts dazulernt, dann verk�ndet man eben ewig Gestriges.

-wird fortge�hrt-

Solange der Webspace es hergibt, sind die alten Seiten aktiv

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