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Im Großen Brockhaus liest man unter dem Stichwort Zahnstocher: Stift aus Holz oder Federkiel, auch Silberplättchen oder Kunststoff zum Reinigen der Zwischenräume.

Der Zahnstocher wurde schon im Altertum (besonders bei den Semiten) benutzt, auch in Indien und China

Es mussten dann allerdings Jahrtausende ins Land ziehen, bis dieses sicherlich nützliche Gerät perfektioniert werden konnte.

Das Reichspatentamt jedenfalls honorierte 1919 die großartige Idee eines Dresdeners mit einem gewerblichen Schutz. Der Text der Patenschrift spricht für sich:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät, welches dazu dient, um beim Reinigen der Zähne vermittels eines Zahnstochers den geöffneten Mund in diskreter Weise zu verdecken.

Es ist allgemein als höchst hässlicher, ja geradezu unästhetischer Anblick empfunden worden, wenn sich jemand nach einer Mahlzeit die Zähne mit dem Zahnstocher reinigt und dabei den Mund möglichst weit öffnet, so dass man das ganze meist sehr schadhafte Gebiß zur Ansicht hat.

Nun wird ja von vielen auf Anstand haltenden Menschen bei dieser Arbeit die Hand vor den Mund gehalten. Aber auch dieser Anblick ist nicht gerade schön.

Durch die in beiliegender Zeichnung dargestellte und nachstehend beschriebeneu Erfindung ist ein Gerät geschaffen, welches das Reinigen der Zähne in diskreter und durchaus das ästhetische Gefühl nicht verletzender Weise ermöglicht.

Wenn man nun die Zähne reinigen will, so steckt man zunächst den Zahnstocher durch das Loch in der Scheibe und benutzt nun den Zahnstocher in der üblichen Weise. Durch die Scheibe wird aber der geöffnete Mund vollständig verdeckt, so dass man die Zähne gründlich ausstochern kann, ohne einen unschönen Anblick zu gewähren.

Die eine Seite der Scheibe ist mit einer Gebrauchsanweisung für die Benutzung des Gerätes und dem Hinweis "Nach Benutzung mitzunehmen oder zu vernichten" bedruckt, während die andere Seite mit einer beliebigen Reklame versehen sein kann.

So weit so gut! Eine phantastische Neuerung auf dem heiß umworbenen Markt der Gesundheitsgerätschaften. Zur Gestaltung der freien Reklamefläche sollen abschließend einige Vorschläge Erwähnung finden: Dr. med. dent Karl Müller - Ziehen, Fräsen, Richten - oder: Firma XYZ - Abfallbeseitigung und Grubenentleerung - oder: Mit Prothese wär' das nicht passiert usw.

 
   

   © 2003 by Wolfgang Back •  info@wolfgang-back.com