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Laut Patentgesetz kann ein Erfinder mit einem gewerblichen Schutz rechnen, wenn seine vorgebrachte technische Idee die folgenden Bedingeungen mindestens erfüllt: Sie sollte neu sein und nicht selbstverständlich für den Fachmann sein und darf nicht gegen die guten Sitten verstossen.

Aber scheinbar lassen sich auch die strengen Regeln des Patentgesetzes unterlaufen, wenn nur der Prüfungsbeamte das nötige Interesse mitbringt.

Das nachfolgend beschriebene Patent aus dem Jahre 1904 lässt gleich zwei Bedingungen unerfüllt.: es ist nicht patentwürdig und verstösst gegen die guten Sitten - so meine ich jedenfalls.

Man stelle sich vor:
Ein Wurfgerät zum Emporwerfen und Herumschleudern lebender Tiere.

Das Prinzip dieses unfreundlichen Gerätes ist leicht zu erklären: Man nehme ein großes Brett, versehe es mit genügend hohen Stützpfosten und bringe alles unter eine starke Federspannung. Man besorge sich dann ein lebendes Pferd, legt ihm ein mit vier Ösen versehenes Korsett an und hängt das Pferd mit den Ösen an die Haken der Stützpfosten, so dass die Beine den Boden gerade nicht mehr berühren.

Der Leser mit Phantasie wird sich schon jetzt denken können, was dann passieren soll: Über ein Hebelsystem wird das unter Federdruck stehende Brett entlastet und der Countdown beginnt - 4:3:2:1:Null - das Pferd wird in die Luft geschleudert, es überschlägt sich ein paar Mal und landet anschließend - sicherlich recht unsanft - auf dem steinigen Boden.

Sinn und Zweck der ganzen Apparatur: Ich weiß es nicht und ich werde es auch nie erfahren, denn der Erfinder lässt sich in der Patentschrift mit keinem Wort darüber aus. Wollte man nun nachträglich diesem eigenartigen Automaten noch einen Sinn verleihen, so brauchte man lediglich den Patenttitel erweitern.

Es müsste dann heissen:
Wurfgerät zum Emporwerfen und Herumschleudern lebender Tiere zwecks Provokation des örtlichen Tierschutzvereins

 
   

   © 2003 by Wolfgang Back •  info@wolfgang-back.com