CCZwei

Aktuelles

Allgemeines

Priv@tes

Unterhaltung

Lallus

Visual Basic

PDA/PPC2002

Navigation

Mischmasch

Chat / Webcam

 

| impressum | feedback | gästebuch | home |  

 

Es ist üblich, feierliche Ereignisse, insbesondere solche politischen Charakters, durch Tragen oder Aufziehen einer Fahne zu bekunden. Zahlreiche Kreise der Bevölkerung haben hierbei nun den Wunsch, die Farben der Fahne den politischen Verschiedenheiten der Ereignisse jeweils beliebig anpassen zu können.

So erscheint es in manchen Fällen wünschenswert, die alten Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot in anderen Fällen wieder die neuen Farben Schwarz-Rot-Gold zu zeigen.

Das Publikum stellt dann vor dem unter dem Namen "Flaggenfrage" bekannt gewordenen Problem und vor der Entscheidung, entweder eine zweite Fahne anzuschaffen oder von einer äußeren Bekundung der Teilnahme an dem betreffenden Ereignis abzusehen.

So geschrieben 1928 in einer echten Patentschrift. Die glorreiche Erfindung mit der Nummer 503 B B4 trägt den Titel:
- Fahne mit Längs- oder Querstreifen -
.

Die Weimarer Zeit mit ihrer Vielzahl von Parteien und politischen Interessengruppen ermöglichte diese geniale Universalerfindung, die auch heute noch manchem politisch indifferentem Bürger gute Dienste leisten könnte. In der Patentschrift wird weiter ausgeführt:

Zur Beseitigung dieser "Flaggenfrage" setzt die Erfindung ein. Gemäß der Erfindung können mit einer einzigen Flagge verschiedene Farbenzusammensteilungen gezeigt werden. Dies wird dadurch erreicht, dass auf der Fahne ein Farbstreifen angeordnet ist, der über die Fahnenfläche hinweggeschoben werden kann, so dass er einen beliebigen Teil dieser Fahnenfläche bedeckt. Je nach der Stellung und der Breite des Deckstreitens werden ein oder mehrere Farbstreifen der Fahne bedeckt und verschiedene Zusammenstellungen von Farbstreifen erreicht.

Wie praktisch solche Fahnen doch gerade z. B. im Aachener Grenzgebiet sein könnten: Be- kanntlich unterscheidet sich die belgische und deutsche Flagge nur in der Anordnung der Farbstreifen.

Mit Hilfe der Erfindung wäre es nun eine Leichtigkeit, die Fahne auf ihren jeweiligen Zweck vorzubereiten. Aachen und natürlich auch die belgischen Städte könnten an ihren Festtagen im doppelten Schmuck erstrahlen.

Und selbst die begeisterten Alemannia-Anhänger könnten mit etwas Geschick und Phantasie die Vorteile der großartigen Erfindung nutzen.

Neue Perspektiven eröffnen sich: vom Fußballspiel direkt zur politischen Kundgebung alles mit einer einzigen Fahne.

 
   

   © 2003 by Wolfgang Back •  info@wolfgang-back.com